Berlin
Berlin baut um: Was der neue Mobilitätsplan für die Innenstadt bedeutet
Von Elif Karaman · 05. September 2026 · 1 Min. Lesezeit
Der neue Mobilitätsplan für die Berliner Innenstadt liegt seit dieser Woche vor – und er ist ambitionierter als erwartet. Im Zentrum steht ein Netz aus Fahrradkorridoren, das sich über alle zwölf Innenstadtbezirke erstrecken soll.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Der Plan sieht unter anderem vor, mehrere zentrale Hauptstraßen auf eine Autospur zurückzubauen. Die freiwerdende Fläche soll für Radwege, Bäume und breitere Gehwege genutzt werden.
“Wir bauen keine Stadt für Autos um, sondern eine Stadt für Menschen zurück.”
So formulierte es die zuständige Senatsverwaltung bei der Vorstellung. Kritiker verweisen dagegen auf befürchtete Staus im Lieferverkehr.
Zeitplan der Umsetzung
Die Bauarbeiten sollen in drei Phasen erfolgen:
- Phase 1 (2027): Umbau der Hauptachsen in Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg.
- Phase 2 (2028): Ausweitung auf Neukölln und Tempelhof-Schöneberg.
- Phase 3 (2029): Anbindung der äußeren Bezirke an das neue Radnetz.
Ob der Zeitplan hält, hängt maßgeblich von den Haushaltsverhandlungen im kommenden Winter ab. Für Anwohnerinnen und Anwohner dürfte vor allem eines relevant sein: In den betroffenen Straßenzügen ist über Jahre hinweg mit Baustellen zu rechnen.
Die Verwaltung verspricht Transparenz über eine eigene Projektseite, auf der der Baufortschritt einsehbar sein soll – ein Novum für Berliner Infrastrukturprojekte dieser Größenordnung.